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Finde und teile hier persönliche Leseempfehlungen (Bücher, Artikel, Posts, etc.) rund um qualitative Forschung.

 

Lass die Liste wachsen! Schreibe uns Titel, Autor*in und wenige Sätze dazu, warum wir (alle Netzwerker*innen) den Text lesen sollten, mit dem Betreff "Literaturhinweis" an Qualitatives-Forschungsnetzwerk@posteo.de

Monographien

Jugendliche im Spannungsfeld von Schule und Lebenswelt: Rekonstruktion sportiver Erfahrungsräume in synchroner und diachroner Perspektive Benjamin Zander & Jörg Thiele, 2021

 

Warum lesen?

Die Studie „strotzt“ vor dokumentarischer Methode: Sie wird nicht nur meta-theoretisch sehr behutsam auf das Forschungsinteresse bezogen, sondern empirisch sehr aufwändig in der Relation der Erfahrungsräume Schule, Sportunterricht, Freizeit und peer prozessiert.

 

Zusammenfassung

 

„Schulsportforschung und Jugendsportforschung stehen noch häufig unverbunden nebeneinander. Dieses Defizit versucht die vorliegende Studie zu bearbeiten, indem sie sportive Orientierungen von Jugendlichen in den Kontexten von Schule und Freizeit rekonstruiert. Befragt wurden Jugendliche im Rahmen von längsschnittlich angelegten Gruppendiskussionen im 7. und 9. Schuljahr. Um die Frage nach der Passung von schulischen und lebensweltlichen Kontexten möglichst kontrastreich erfassen zu können, wurden die Gruppen bewusst nach unterschiedlichen sozialstrukturellen Merkmalen ausgewählt. Im Ergebnisteil werden die weitgehend auf Grundlage der dokumentarischen Methode ausgewerteten Gruppendiskussionen einerseits in synchroner Perspektive nach thematischen Schwerpunkten geordnet vorgestellt (Erfahrungsraum Schule, Erfahrungsraum Sportunterricht, Erfahrungsraum Freizeit) und andererseits in diachroner Perspektive identifizierte Wandlungen dieser Erfahrungsräume vom 7. zum 9. Schuljahr in den Blick genommen.“ (abstract)

Sportlehrer*in-Werden. Rekonstruktionen über die Passungsverhältnisse von Sportstudierenden im universitären Feld der Lehramtsbildung

Ann Kristin Haverich, 2020

 

Warum lesen?

Haverich stellt drei dokumentarische Fallrekonstruktionen ins Zentrum ihrer Studie und entwickelt eine „eigene“ Art und Weise der Ergebnisaufbereitung und -darstellung – das ist sehr interessant.

 

Zusammenfassung

 

„Ausgehend von den individuellen habituellen Standortgebundenheiten der Sportlehramtsstudierenden werden die Passungen im universitären und schulischen Feld mit dem fachlichen Fokus Sport untersucht. Die empirischen Erkenntnisse der vorliegenden Arbeit verweisen auf ein Konglomerat differenter habitueller Dispositionen, das für das Sportlehrer*innen-Werden und die individuelle Professionalisierung bedeutsam ist." (DIPF/Orig.)